Humoristisches

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Heppen Glück

Um die Jahrhundertwende wohnte am heutigem Zeughausplatz Nr. 10 die Familie Leissner. Sie betrieben eine kleine Landwirtschaft. Vater Leissner war viele Jahre Bürgermeister in Saalborn und auch kurze Zeit Stellvertreter in Berka. Sohn Herrmann war ein "Studierter", man sagte ihm nach "er würde alle Predigten des Pfarres in der Kirche mit stenographieren". Hermann war aber auch sehr tierlieb. So hatte er in einem strengen Winter im Ziegenstall der wohl mehr ein Bretterschuppen war, einen kleinen Ofen aufgestellt, um in der Nacht für die Ziegen zu heizen. Die Nachbarn, die den Rauch sahen und berechtigt einen Brand befürchteten, alarmierten die Feuerwehr. Nachdem diese die Ziegenstallheizung entdeckt hatten , erhielt "Männe" eine Verwarnung und den Hinweis, den Ofen sofort zu entfernen. Sicherheitshalber wurde wenige Tage später nochmals kontrolliert. Da stand Leissner seine Ziegen im Stall, hatte einen alten Mantel umgehängt und meckerte den Feuerwehrmännern fröhlich entgegen.

Wenn "Männe" sich von nun an auf der Straße blicken ließ, sangen die Kinder: "Lebe glücklich, lebe froh, wie Leissner-Männe seine Heppe in Paletot".


Umzug 110 Jahre
Freiwillige Feuerwehr

Feuereigentum


Als bei einem Brande in Saalborn am 12.02.1929 die Berkaer Wehr gleich nach den Saalborner Feuerwehrmännern als erste der auswärtigen Feuerwehren an der Brandstelle war und mit den
Löscharbeiten begann, riefen einige Saalbörner: " Macht eich hem ihr Berkschen, das ist unser Feier."

 


Sternen-Wechsel


In den Nachkriegsjahren war die Beschaffung von Bekleidung und Ausrüstungsgegenständen für die Feuerwehrleute problematisch. Zum Teil waren noch Uniformen aus den 30er Jahren vorhanden, neueintretende Mitglieder erhielten abgelegte Uniformen der damaligen Volkspolizei. Helme waren meist von der ehemaligen deutschen Wehrmacht. Im Jahre 1955 fand eine gemeinsame Großübung bei Meckfeld statt, wo neben der Wehr aus Bad Berka zahlreiche Feuerwehren aus den umliegenden Orten teilnahmen. Die Auswertung erfolgte im Gasthaus zur "Stiefelburg". Hier sollten eine Reihe von Unterfeuerwehrmännern für ihre guten Leistungen, wohl auch wegen "der Runde Bier", zu Feuerwehrmännern befördert werden. Jedoch waren die dazu notwendigen Sterne für die Schulterstücke nur schwer zu beschaffen bzw. nicht vorhanden. Man war aber nicht verlegen und die anwesenden Haupt- und Oberfeuerwehrmänner mußten jeder zwei Sterne abliefern. So war die Beförderung und das "Löschen des Durstes" gesichert.

 


Nixe



Zu einer dramatischen Rettungsaktion mußte die Freiwillige Feuerwehr Bad Berka am 1. Pfingstfeiertag 1959 ausrücken. Nachdem eine "Wasserhose" über dem Stadtgebiet niedergegangen war, kam es zu umfangreichen Überschwemmungen auch am Goethe-Brunnen. Ein Kurgast hatte sich vor den Regenmassen unter den Brunnen geflüchtet, mußte aber angesichts der ständig höher steigenden Wassermassen erst den Brunnen selbst und dann die "Nixe" ersteigen.

 
 

Ängstlich erwartete er die herbeigerufene Feuerwehr. Die holte aber zunächst den Fotografen Fritz Haase, der das Ereignis im Bild festhielt. Oberfeuerwehrmann Manfred Mock geleitete den Mann anschließend auf`s Trockene.